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Fukushima Update – wie ist die Lage?

Acht Jahre ist es nun her, dass eine Kombination aus Erdbeben und Tsunami einen Super-GAU im Atomkraftwerk von Fukushima auslöste. Die Nachrichtenflut hat also schon lange nachgelassen. Das Problem besteht aber weiter.

Die Situation jetzt

Laut der japanischen Regierung sind die Lebensmittel aus Fukushima unbedenklich und die ersten Menschen kehren in ihre Häuser zurück. Aber die meisten der ca. 160.000 Menschen, die evakuiert wurden, leben jetzt in anderen Provinzen. Die staatlichen Unterstützungen, wie z.B Wohngeld, laufen nun nach den acht Jahren auch aus. Das sorgt vor allem bei Müttern mit kleinen Kindern für Probleme. Sie wollen nicht in die verseuchten Zonen zurückziehen, da sie Angst vor Krankheiten haben. Und das leider berechtigt. Die Schilddrüsenkrebsrate ist gewaltig angestiegen.

Das große Problem mit dem verscheuchten Wasser

Ein weiteres Problem ist, dass die Arbeiten am Atomkraftwerk nur langsam vorankommen. Es gibt kaum noch Platz, das radioaktive Wasser, mit dem der Reaktor gekühlt wird, aufzubewahren. Der Speicherplatz wird vermutlich nur noch bis 2022 reichen. Als Lösungsvorschlag gab der Umweltminister an, das radioaktive Wasser zu verdünnen und dann ins Meer zu leiten. Ein Gremium soll nun prüfen, ob das gefilterte und dann verdünnte Wasser wirklich ungefährlich ist. Falls nicht, bleibt das Problem weiter bestehen.

Tschernobyl Tourismus in Zukunft auch für Japan?

Fukushima ist leider nicht die erste große Atomkatastrophe. Vor 33 Jahren fand nicht weit von uns ein Super GAU in Tschernobyl statt. 330.000 Menschen mussten vor der Strahlung in Sicherheit gebracht werden, jetzt besuchen Touristen die Geisterstadt Prypjat in der Sperrzone. Nach dem Erflog der Chernobyl-Serie werden noch mehr Touristen als die 70.000 von 2018 erwartet.
Vielleicht wird es so etwas Ähnliches auch in Japan geben, schließlich ist Japan in Sachen Vermarktung ganz groß. Allerdings werden unangenehme Dinge auch immer gerne verschwiegen.

Fest steht nur, dass die Regierung die Atomkraft trotz Protest aus der Bevölkerung nicht abschaffen wird. Das Problem mit dem radioaktivem Wasser wohl noch lange diskutiert werden.

 Hier findest du die Rezension zu “Der Junge und das Biest”.

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