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Kampf den High Heels

In vielen japanischen Firmen tragen Frauen High Heels. Nicht weil es ihnen gefällt, sondern weil es eine Vorschrift ist. Japans Frauen haben aber keine Lust mehr auf schmerzende Füße. Und daher soll sich dieser Dresscode jetzt ändern.

#KuToo

Auch Yumi Ishikawa wurde bei ihrem Teilzeitjob gezwungen, High Heels zu tragen. Dass die Frauen bei dem Bestattungsunternehmen 5 bis 7 cm hohe, schwarze Schuhe tragen sollen, während ihre männlichen Kollegen helle, flache Schuhe tragen dürfen, fand sie unfair – zu Recht. Abends taten ihr immer die Füße weh und sie litt auch deswegen unter Rückenschmerzen. Ishikawa hat sich darüber auf Twitter ausgelassen und ist dabei auf sehr viel Zustimmung gestoßen. Plötzlich hatte sie 67.000 Likes und fast 30.000 Retweets.
In Japan sind die meisten gehemmt, etwas zu sagen, aber sobald sich mal jemand traut, folgen dann auch viele andere. Ermutigt durch die überwältigende Zustimmung, startete Yumi Ishikawa eine Social-Media-Kampagne unter dem KuToo-Hashtag.
KuToo spielt zum einem auf die MeToo-Bewegung an und ist gleichzeitig ein Wortspiel: Kutsu 靴 heißt Schuh und kutsuu 苦痛 bedeutet Schmerz.
Zusammen mit der Kampagne hat sie auch eine Petition eingerichtet. Und sie hat schon über 19.000 Unterschriften.

Dresscode-Diskriminierung nur gegen Frauen?

Dass Männer einem Dresscode unterliegen, ist schon einige Jahre her. Sie waren gezwungen, eine Krawatte am Arbeitsplatz zu tragen. Diese Regelung wurde aber gelockert und heute tragen sogar einige Regierungsbeamte keine Krawatten mehr. Eine Lockerung bei der High Heels-Pflicht für Frauen ist das Ziel der KuToo Bewegung. Ishikawa wünscht sich dazu sogar ein Gesetz.

Statement der Regierung

Der Gesundheits- und Arbeitsminister Takumi Nemoto ist ein 68-jähriger Mann, der bestimmt noch nie High Heels getragen hat. Er verteidigt die hohen Hacken am Arbeitsplatz. Er findet, dass die Schuhe „notwendig und angemessen“ sind. Da High Heels nicht nur unbequem, sondern auf Dauer auch ungesund sind, ist dies eine merkwürdige Aussage für einen Gesundheitsminister.

Wir sind sehr gespannt, wie es sich weiterentwickeln wird, und halten euch natürlich auf dem Laufenden. 😉

Hier findet ihr mehr seltsames über Japan.

Bildcredit: Designed by Freepik

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